Chronik

Gründung der Turner Feuerwehr

1530 ist in der Stadtchronik ein Brand im Redelich-Haus an der Hakenstraße überliefert. In sechs Stunden wurden über 100 Häuser vernichtet. Die Brandkatastrophe führte dazu, daß die Heger Laischaft „Corps“ aufstellte. Die Anfänge des organisierten Löschwesens. 1620 ist die erste Spritze in Osnabrück erwähnt. Über 200 Jahre waren die Laischaften im öffentlichen Feuerlöschdienst aktiv, unterhielten Löschtrupps und besaßen einige Spritzen.

Im Jahre 1864 konnte die sogenannte „Pflichtfeuerwehr“ eines Brandes auf der „Bellevue“, vor den Toren der Stadt gelegen, nicht mehr Herr werden. Mitglieder des Männer-Turnvereins wurden zur Hilfe gerufen. Die Turner regten den Gedanken an, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Am 2. Dezember 1865 erfolgte die praktische Verwirklichung im Schulzeschen Haus (Möserhaus) durch den Turnoberlehrer Schurig. Dieser wurde zum 1. Hauptmann, die Herren Pabst und Hesse zu Zugführern, Geiler zum Furier, Heil und Hölscher zu Rohrführern gewählt. Damit war das erste Kommando des 1. Korps der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück in Funktion.

Ab 1865 befand sich das Spritzenhaus am Kramermarkt in der Turmstarße. Später wurde die Feuerwehr an der Katharinenkirche untergebracht. 1954 zog die Feuerwehr in die Hakenstraße. Seit 1968 befindet sich das Gerätehaus der FF Stadtmitte am Kurt-Schumacher-Damm.

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